Reise blog von Travellerspoint

Bi Ba Bussemann -

oder Frauenunterwäsche im Bus...

sunny 30 °C

Hey Ihr Lieben,

so, nun bin ich fast schon wieder zu Hause, naemlich im Sueden Mexikos angekommen. Ein paar schoene Wochen liegen noch vor mir, in denen ich mich verarsch. lassen und wundern kann. Warum Guatemalteken von alten Mayapyramiden pinkeln beispielsweise. Oder dass es sehr amuesant sein kann, wenn der Busfahrer einen Hund ueberfaehrt und man das Knacken der Knochen auf jedem Sitz hoeren kann! So manchmal frage ich mich, ob wir eigentlich alle von der gleichen Affenart abstammen...

Aber egal, ich will ja nicht meckern. Obwohl ich es schon ein wenig stoerend finde, dass Geldautomaten bei einmaliger Auszahlung den dreifachen Betrag abbuchen, dass Shahar ausgeraubt und ihm auch schon andere Dinge gestohlen wurden. Um jetzt Mal juristisch ein wenig zu "klugscheissern" kann ich selbstverstaendlich auch heute noch die Unterschiede von Diebstahl (wechnehmen) und Raub (wechnehmen unter Gewalt)im Schlaf herunterbeten und wir hatten schon alles! Bzw. meine israelische Reisebegleitung, ich hatte bis auf die Geldautomatenstory, immer Glueck. Naja, ernsthaft ist noch nichts passiert und das soll auch bis zum Ende der Reise so bleiben:)

Aber eigentlich wollte ich ja ein wenig von den Bussen erzaehlen. Nachgerechnet habe ich nicht, aber grob geschaetzt habe ich mehr 400 h im Bus verbracht - Lokalstrecken und Taxifahrten nicht mit eingerechnet.
In Asien kommt man ja mit einer VIP-Bus-Buchung fuer ein paar Euro mehr recht weit und die Chance dort ueberfallen zu werden ist schliesslich auch viel geringer als in Sued-und Zentralamerika. Interessant wird es dann so ab Peru und weiter noerdlich. Hier kommt es schon auf die Gesellschaft an - wichtig ist, dass die Busse nicht halten, damit nachts keine ungebetenen Gaeste einsteigen und alle Fahrgaeste ueberfallen koennen. Auch wenn es in Europa von wenig Nutzen sein wird, eine der Busgesellschaften in Peru ist "Cial". Cial ist auch die erste FA. weltweit, die meinen Fingerabdruck hat - dabei dachte ich, dass ich meinen esten Fingerabdruck in Amiland lassen müsste. Cial kontrolliert bei jeder noch so kurzen Fahrt Paesse und nimmt meist auch Fingerabdruecke und filmt alle Einsteigenden. In Zentralamerika hat man dann aber kaum noch andere Moeglichkeiten, als mit den sogenannten "Chickenbussen" zu fahren. Und die heißen so, weil ALLES damit transportiert wird.

Kurze Auszüge der nervendsten Busfahrten:

Von Panama nach Costa Rica:
Mitten in der Nacht erreichen wir die Grenze von Panama zu Costa Rica. EIGENTICH ist der Grenzuebergang 24 Stunden taeglich geoeffnet. EIGENTLICH waere selbstverstaendlich nix ohne Ausnahmen...Natürlich ist der Übergang bei uns geschlossen und der Busfahrer macht sich einfach MAl schnell aus dem Staub (wahrscheinlich schläft er bei einem Freund). Wir stehen dafür mit 50 anderen draußen in der Kälte und warten. Und warten noch ein wenig. Bis plötzlich alles ganz schnell gehen muss und wir unser Gepäck der Reihe nach von einem wenig ernstzunehmenden Drogenpudel untersuchen lassen müssen. Nach 5 h können wir den Grenzübergang dann verlassen...

Durch viele kleine Länder nach Guatemala:
Oder auch bei der 15 h-Fahrt durch Honduras, El Salvador nach Guatemala. Nach zig Kontrollen beschließt ein Drogenpolizist unseren Bus zu durchsuchen. Und ich kann Euch nun auch sagen, wo ihr keine Drogen schmuggeln solltet: im Lautsprecher des Busses. Denn aus diesem besagten Lautsprecher (das ist das einzige, was jeder noch so schrottige Bus hat - eine Mordsanlage, um die spanischen Schnulzen zu hören), schaute eine verdächtige, blaue Plastiktüte heraus. ich habe in diesen Ländern bei Drogenkontrollen immer ein unangenehmes Gefühl, weil man schließlich ja nie weiß, was einem jemand so ins Gepäck schmuggelt. Praktischerweise sitze ich auch noch direkt unter dem Lautsprecher -super. Meine männlichen Reisebegleitungen versichern mir aber, dass die Polizei ohne Fingerabdrücke auf der Plastiktüte gar nichts machen könne. Ach, ich wäre ja auch gern so naiv, das zu glauben! Als ob rechtsstaatliche Kriterien hier jemanden interessieren würden!

Na und was finden die schlauen Grenzbeamten in der Plastiktüte im Lautsprecher? Na? FRAUENUNTERWÄSCHE und einen BADEANZUG! Und noch viel spannender - was macht man dann mit sowas? NA klar, alles wieder in den LAutsprechern hineinstopfen und anschließend zuschrauben! NAch dem ganzen Stress muss der Busfahrer erst Mal ein Nickerchen halten. in ZEntralamerika geht das so: Gepäckstücke der Fahrgäste zur Seite schieben und auf den Boden legen. Der Erfolg gibt ihm recht - nach zwei Minuten ist ein lautes Schnarchen zu vernehmen. Bei dieser Gelegenheit erfahren wir auch, dass die beiden anderen Männer keine Ersatzbusfahrer sondern nur "amigos" waren. Ein paar h später weckt ein Mädel den Busfahrer und ermuntert zur WEiterfahrt - nach Guatemala!

Nun, länger will ich Euch mit Bussen nicht zutexten, aber das war ein kleiner Auszug aus dem alltäglichen Leben eines Backpackers in Süd- und Zentralamerika.

Mitte April bin ich dann wieder in der Heimat. So spannend die Reiserei auch ist - ich freue mich auf Preise, die ich nicht verhandeln muss, auf frische Luft und natürlich auf Euch! :)

Für Fotos guckst Du dort: http://lulela79.travellerspoint.com/author/153357/

Eingestellt von lulela79 21:42 Archiviert in Guatemala Tagged backpacking

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