Reise blog von Travellerspoint

Galapagos und Dschungelcamp

Spielen mit Seeloewen und Zitronenameisen essen...

sunny 27 °C

Hallo Ihr Lieben,

nu sind wir gerade wieder aus dem Dschungel zurueckgekommen. Vorher waren wir knapp zwei Wochen auf den Galapagos-Inseln und der Chronologie halber beginne ich einfach Mal mit den Inseln:)

Im Tierfilm auf Galapagos:
Ich kann diese Inseln jedem nur empfehlen - weisse Sandstraende, zutrauliche Tiere, die kaum Furcht vor Menschen empfinden, Darwinfinken, die sich frech auf die Beine setzen oder Seeloewen, die einem am Strand hinterherlaufen. Ich haette nie gedacht, dass man sich wirklich so fuehlt, als waere man mitten im Tierfilm gelandet. Auf dem Weg zum Strand muss man aufpassen, dass man nicht auf Echsen tritt, denn die meisten laufen erst im allerletzten Moment weg. Riesenkakteen (bis zu drei Meter hoch saeumen den Weg zum Strand, wo schon Blaufusstoelpel und Weissspitzenhaie auf einen warten. Nicht zu vergessen die Seeloewen, die so nah an einen herangeschwommen kommen, dass man schon fast Angst bekommt. (Wenn einen solch ein Seehund unter Wasser anbellt und ich die spitzen Zaehne sehen kann, ist mir dann doch nicht so richtig wohl). Auf Nachfrage bei den Locals ist aber alles ok und man muss sich lediglich vor den Maennchen in acht nehmen.

Wir waren mit Seeloewen, Doktorfischen und Delfinen schnorcheln. Je nach Insel sind die Seeloewen mehr oder weniger zutraulich - einer hat sogar den Stock unter Wasser wieder hergebracht, den ich ihm zugeworfen habe! Mit diesem Seeloewen habe ich eine halbe h lang "hol's Stoeckchen" gspielt und er hat ihn immer wieder brav vor mir fallen lassen. Er schien aber enttaeuscht, dass ich nicht vier Meter tief tauchen und mit ihm in der Felsenhoehle herumschwimmen wollte/konnte. Wirklich sehr niedlich und eines der besten Erlebnisse auf der Insel.

Schade fand ich aber wie die Einheimischen dort teilweise die Natur behandelt haben. Die Naturguides haben sich wirklich gekuemmert und haben uns ganz klar gesagt wo man gehen darf und wo nicht (wegen Schildkroeten- und Meerechseneiern am Strand muss man teilweise andere Strecken laufen); aber Motoren wurden wie sonst ueberall auf diesem Kontinent froehlich laufen gelassen, Muelleimer wurden auch nicht immer genutzt und das Geld fuer den Nationalpark geht wohl direkt in das Verschoenern der Ortszentren oder wird teilweise direkt fuer die dortige Gemeinde bei Abreisen bestimmter Inseln erhoben. Die Unesco hat 2007 sogar damit gedroht den Status als Welterbe abzuerkennen, weil das Gebiet nicht gut genug geschuetzt wurde. Der seit einigen Jahren amtierende Praesident Ecuadors scheint aber Gott sei Dank ein wenig naturfreundlicher gestimmt zu sein...

Ab in den Dschungel:
Im Nordwesten Ecuadors (Cuyabeno, im Nordosten Ecuadors) haben wir dann Piranhas gefischt, im Dunkeln Kaimane gesucht und Anacondas an ihrem Schlafplatz aufgesucht. Der Plan war eigentlich einen Kaiman fuers Foto zu fangen (so viel zum Oekotourismus). Wir haben allerdings "leider" schnappen koennen. Stattdessen haben wir im Dunkeln viele roten Augen gesehen (wenn man Kaimane im Dunkeln anstrahlt, dann leuchten die Augen naemlich rot, Schlangen hingegen meist gelb. Nur fuer den Fall, dass jemand das man in naher Zukunft braucht:).

Bei einem Nachtspaziergang sind wir mit Spinnen vertraut geworden. Ganz wichtig bevor man ins Bett geht: Zimmercheck vor Viehzeug. Unser Guide erklaert uns wirklichkeitsnah, wie wir da vorgehen muessen. (Toll, dass wir gerade, bevor uns erklaert wird, dass wir unser Bett vor Schlangen absuchen muessen, noch eine am Eingang der Lodge gesehen haben!) Also das geht so: Schlangen moegen warme Orte - das ist auch der Grund, warum man sie oft im Bett findet. Ich moechte natuerlich direkt Zahlen wissen - haette ich doch Mal nicht gefragt! In aller Seelenruhe erzaehlt der Guide Josè, dass er etwa eine Schlange pro Woche aus den Zimmern holen muss. Mit meinem angeborenen "mathematischen Interesse" reche ich aus, dass dies bei drei Zimmern und dem Aufenthalt von vier Tagen eine Chance von 1 zu 6 macht, dass gerade in meinem Zimmer eine Schlange ist! DAS IST ZUVIEL! Ich mag ja das ganze Viehzeug, ehrlich, aber Schlangen bitte nur draussen und Mal ganz sicher nicht in meinem Bett! Bei der darauffolgenden Prozedur fuehle ich mich wie als Kind, wo man "zur Sicherheit" doch noch Mal unter dem Bett nachsieht, ob nicht irgendetwas Boeses darunter lauert. Jede Ecke im dunklen Zimmer wird ausgeleuchtet, Decken geschuettelt und anschliessend das Moskitonetz peinlich genau drueber gespannt, damit nu ja keine Luecke fuer Getier offenbleibt. Auch wenn ich im Nachhinein mit Steve Irvin-Aktionen haette angeben koennen, dass ich todesmutig ruhig weitergeatmet haette, waehrend langsam eine Schlange oder Spinne an meinem Bein entlangkriecht/krabbelt, so war ich doch sehr froh, dass ich mit einer Geschichte weniger aus dem Dschungel zurueckkomme:)

Ausserdem habe ich gelernt, dass Ameisen gut schmecken koennen (haette ich vor zehn Monaten nie gedacht, dass ich Mal Ameise essen wuerde!). Sie leben in einem saeurehaltigem Baum und schmecken deswegen nach Zitrone (deswesen heissen sie auch "lemon antz").

Damit meine Eltern aufatmen koennen: Ich werde nicht nach Kolumbien fahren, sondern direkt nach Panama fliegen (oh wie schoen ist Panama:)
Ich hoffe es geht Euch gut und jetzt kann ich ja schon bis bald sagen:)

Julia :)

Eingestellt von lulela79 10:11 Archiviert in Ecuador Tagged backpacking

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